Kochroboter in München: Warme Gerichte in fünf Minuten
Ein Kochroboter übernimmt an einer Tankstelle in München die Zubereitung warmer Mahlzeiten. Das System „emma“ von Goodbytz ist nach Angaben des Betreibers Allguth rund um die Uhr zugänglich und damit der erste öffentlich zugängliche Kochroboter dieser Art in der bayerischen Landeshauptstadt. Bis zur fertigen Mahlzeit vergehen etwa fünf Minuten.
Aktuell stehen sieben Nudel- und Reisgerichte zur Auswahl, darunter Varianten mit Fleisch und vegane Angebote. Auch Käsespätzle, Kaiserschmarrn und die asiatische Suppe Tom Kha Gai gehören zum Sortiment.
Automatisiertes Kochen, menschliche Unterstützung
Der Roboter übernimmt die Zubereitung der Gerichte, doch die Arbeit dahinter bleibt teilweise menschlich. Zutaten müssen vorbereitet und nachgefüllt werden. Auch die Reinigung des Systems ist weiterhin Aufgabe von Beschäftigten.
Kochroboter sind bereits an verschiedenen Standorten in Deutschland im Einsatz. Dazu zählen unter anderem ein Restaurant am Leipziger Hauptbahnhof, die Universität Kaiserslautern und das Universitätsklinikum Tübingen. Auch die Circus Group bietet mit dem Modell CA-1 ein automatisiertes Kochsystem an. Dieses kommt nach Unternehmensangaben seit September 2025 in der Münchner Kantine des Meta-Konzerns zum Einsatz.
Dehoga sieht Potenzial, aber keine Universallösung
Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bayern) bewertet Kochroboter als interessante Zukunftstechnologie. Sie könnten Mitarbeiter entlasten und Arbeitsabläufe effizienter gestalten, erklärt Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. Allerdings lasse sich die Technologie nicht auf alle Betriebe gleichermaßen übertragen.
Bislang seien Kochroboter eine Nischenlösung und noch kein flächendeckender Standard. Für Gastronomiebetriebe stellt sich damit vor allem die Frage, bei welchen standardisierten Abläufen sich der Einsatz wirtschaftlich und organisatorisch lohnt.
(dpa/KAGI)