Exit-Strategien

Magdeburg verbietet Food-Trucks

Die Stadt Magdeburg entzieht sämtlichen mobilen Snack- und Getränkeständen die Standgenehmigungen. Der Grund: Es soll keine Konkurrenz zu Restaurants geben.

Donnerstag, 21.05.2020, 10:13 Uhr, Autor: Thomas Hack
Gäste an einem foodtruck

In Magdeburg sind mobile Essensstände bis auf Weiteres verboten worden. (©nenetus/stock.adobe.com)

Magdeburgs will bis auf Weiteres keine mobilen Getränke- und Snackstände mehr zulassen. Die bisher erteilten Standgenehmigungen für städtische Straßen, Plätzen und Parks würden mit Wirkung zum Himmelfahrtstag entzogen und neue für die nächsten Monate nicht erteilt, kündigte Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) an. Als Grund nannte er die Wiedereröffnung der Gaststätten nach wochenlang verordneter coronabedingter Schließung.

„Bierwagen nicht lebensnotwendig“

So solle verhindert werden, dass die mobilen Wagen den Lokalen Konkurrenz machten. „Der Bierwagen ist für die Stadtentwicklung nicht lebensnotwendig, Gaststätten aber schon, die braucht man“, so Trümper. Zudem habe er zuletzt mehrfach Meldungen bekommen, wonach an mobilen Getränkeständen nicht auf Abstand zwischen den Kunden geachtet wurde und es ein enges Gedränge gegeben habe. Ausnahmen seien Eiswagen, die als mobile Händler keine Standgenehmigung bräuchten, sagte Trümper. Magdeburg ist die einzige Kommune, die die Möglichkeit ausschlug, ihren Gaststätten per Einzelfallprüfung schon von Montag an die Öffnung zu erlauben. (lah/TH)

 

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