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Mit Persönlichkeit punkten

Wirt schenkt Gästen Rotwein ein
© andresr/iStock
Wirtshäuser haben es auch in Österreich schwer. Ein Erfolgsfaktor ist der Wirt höchstpersönlich. Eine Untersuchung der Wirtschaftskammer Steiermark gibt weitere Tipps.
Montag, 07.11.2016, 15:40 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein

Immer weniger Gasthäuser und traditionelle Gasthöfe gibt es in der Steiermark. Seit dem Jahr 2000 sind die Zahlen um rund ein Viertel geschrumpft. Besser sieht es für Restaurants und Kaffeehäuser aus, deren Anzahl anstieg. Für Jobsuchende sind die Aussichten gut: Um mehr als ein Viertel sind in den vergangenen zehn Jahren die Mitarbeiterzahlen der Branche gestiegen. Die Daten stammen aus einer Studie, die im Auftrag der Wirtschaftskammer entstanden ist.

Auch die Faktoren eines erfolgreichen Unternehmens benennt der Autor. Die Persönlichkeit eines Wirts oder einer Wirtin sei entscheidend, außerdem persönlicher Einsatz, die Visionen und Ziele. Regionale Zutaten und Gerichte kommen gut an. Und: Arbeitet die Familie mit im Betrieb? Auch das wirkt sich positiv auf einen Betrieb im Gastgewerbe aus.

Um den Optimismus in der Branche scheint es unter steirischen Gastgebern allerdings nicht gut zu stehen: Nochmal ein Gastrounternehmen gründen? Rund zwei Drittel der Befragten winkten ab. Über eine verbesserte Situation freute sich in den vergangenen Jahren nur jeder zehnte Betrieb. Zu viel Bürokratie, Konkurrenzdruck durch Vereine und Buschenschenken und die schwierige Nachwuchs- und Nachfolgefrage gehörten zu den Gründen für die schlechte Stimmung.

Teilnehmer der Studie waren 250 Traditionsbetriebe bzw. 250 Personen in Graz und der Südoststeiermark. Studienautor ist Ewald Verhounig, Leiter des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung.

Quelle: Tiroler Tagezeitung/APA326 2016-10-20/12:56

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