Neapel auf Zeit an der Isar
Am 29. Oktober 2026 hat das PAPI in München offiziell eröffnet. Für rund ein Jahr soll das Pop-up die Räume des ehemaligen Zoozie’s an der Isar bespielen. Hinter dem Projekt stehen der Münchner Gastronom Marc Uebelherr und Kerim Kilic, der das Pizzeria-Konzept PAPI in der Rhein-Neckar-Region aufgebaut hat.
Für Kilic ist München der erste Expansionsschritt mit PAPI außerhalb seiner bisherigen Heimatregion. Die beiden Gastronomen kennen sich aus dem Leaders Club und haben bereits bei anderen Gastronomieprojekten zusammengearbeitet.
PAPI setzt auf neapolitanische Pizza und Street Art
Das Konzept verbindet neapolitanische Pizza mit einer Gestaltung, die sich an der Kultur und dem Lebensgefühl der süditalienischen Metropole orientiert. Murals, Graffiti-Kunst, Fundstücke aus Neapel und Anspielungen auf Fußballlegende Diego Maradona prägen die Räume. Auch handbemalte Speisekarten und eigens gestaltete Pizzakartons gehören zum Auftritt.
Kulinarisch setzt PAPI auf authentische Pizza Napoletana und italienische Zutaten. Kilic hatte nach einer Reise nach Neapel begonnen, neapolitanische Pizzabäcker einzubinden und eine Lieferkette für Produkte wie San-Marzano-Tomaten und Büffelmozzarella aufzubauen.
Das Konzept entwickelte sich in der Folge an mehreren Standorten weiter. Neben der 2012 eröffneten Pizzeria in Heidelberg kam 2019 ein weiterer Betrieb im Mannheimer Ausgehviertel Jungbusch hinzu. Seit 2023 ergänzt das PAPI Laboratorio in der Mannheimer Innenstadt das Angebot um Pasta und weitere neapolitanische Spezialitäten.
Bekannter Standort für ein befristetes Konzept
Für Uebelherr ist der Standort an der Wittelsbacherbrücke mit seiner eigenen Gastronomiegeschichte verbunden. Hier wurde früher im Zoozie’s gefeiert. Später verkaufte er mit dem Fugazi Pizza aus dem Holzofen, bevor das Zoozie’s 2025 vorübergehend zurückkehrte.
Die Räumlichkeiten bieten nach Angaben der Betreiber jeweils rund 120 Plätze im Innenbereich und auf der Sonnenterrasse. Die Lage an der Isar soll dabei auch das Mitnahmegeschäft unterstützen. Gerade dafür seien die auffällig gestalteten Pizzakartons ein Bestandteil des Konzepts, erklärt Uebelherr.
Kooperation als Expansionsmodell
Die Zusammenarbeit entstand aus dem beruflichen Netzwerk der beiden Gastronomen. Uebelherr hatte mit seinem Format Kneipe 80 bereits einen Ableger im Mannheimer Jungbusch etabliert. Nun folgt mit PAPI ein gemeinsames Projekt in München.
Für Kilic bedeutet das Pop-up, eine bestehende Marke in einem neuen Markt zu erproben, ohne sich unmittelbar auf einen dauerhaften Standort festzulegen. Die Betreiber setzen dabei auf ein gemeinsames Verständnis von Gastfreundschaft. Ihr Motto: „Good people. Good food“.
Wie es nach dem auf rund ein Jahr angelegten Pop-up weitergeht, bleibt offen. Zunächst soll PAPI zeigen, wie sich das neapolitanische Konzept an einem neuen Standort und in einem zeitlich begrenzten Rahmen positionieren lässt.
(PAPI/KAGI)