Insolvenz

Restaurant LAV ist pleite

Vor nicht mal einem Jahr mit viel Pomp und Trara eröffnet ist das Restaurant LAV am Graben in Wien zahlungsunfähig. 66 Gläubiger und 67 Mitarbeiter sollen betroffen sein.

Dienstag, 09.04.2019, 14:50 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Mann zeigt seine leeren Hosentaschen

Eher trist ist die finanzielle Lage derzeit für das LAV am Wiener Graben. (© fotolia.com/Tiko)

Erst im Juli 2018 startete das ehemalige Restaurant „Graben 30“ unter neuer Führung und mit neuem Konzept neu. Das Unternehmer-Ehepaar Loran Pejcinoski und Emilija Grankova gab dem zweistöckigen Lokal auch den neuen Namen „LAV“. Serviert wurde mediterrane Küche mit japanischen Einflüssen. Berufs-VIP Hubertus von Hohenlohe oder Fußballer David Alaba ließen sich beim Eröffnungsevent ebenso sehen wie Promi-Teppichhändler Ali Rahimi.

Jetzt soll aber mit dem Projekt auch schon wieder Schluss sein. Die LAV Restaurantbetriebs GmbH hat Insolvenz angemeldet. Die Schulden werden mit 983.000 Euro beziffert. Davon steht der Betrieb mit fast 396.000 Euro bei Lieferanten, mit 202.000 Euro beim Vermieter und mit 200.000 Euro bei Abgabenbehörden in der Kreide, schreibt die Tageszeitung „Kurier“ in ihrer Online-Ausgabe. Grund für die Pleite sollen sehr hohe Personalkosten und „extrem geschönte veröffentlichte Umsätze 2017“ sein. Dazu kommen angeblich erst kürzlich entdeckte „Einladungen und Eigenverbrauch“ in Höhe von 593.000 Euro. Trotz der Schulden soll das Lokal allerdings saniert und fortgeführt werden. Von der Pleite sind 67 Mitarbeiter und 66 Gläubiger betroffen.

Generell dürfte die Wiener Innenstadt kein einfacher Boden für Retorten-Nobellokale sein. Erst Mitte 2018 musste das asiatische „Ai“ im Golden Quarter ebenfalls nach nur knapp einem Jahr Betrieb Insolvenz anmelden. (Kurier/CK)

 

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