Taco Bell plant erste Restaurants in Deutschland
Die US-amerikanische Fastfoodkette Taco Bell steht vor dem Einstieg in den deutschen Markt. Wie der bayerische Gastronom Christian Lehmann mitteilte, sind die Pachtverträge für zwei Restaurants in München bereits unterzeichnet. Damit könnten die ersten frei zugänglichen Schnellrestaurants der US-Kette in Deutschland eröffnen.
Bislang ist Taco Bell hierzulande lediglich auf US-Militärbasen vertreten. In den kommenden fünf Jahren sind laut Lehmann insgesamt 15 Standorte in München, Nürnberg und Passau geplant. Zuvor berichteten mehrere Medien.
Das ist geplant
Taco Bell ist mit gut 8.000 Restaurants und „Tex Mex“-Küche – kurz für Texas/Mexiko – eine etablierte Größe in den Vereinigten Staaten. Außerhalb der Vereinigten Staaten betreibt die Kette bisher rund 1.000 Restaurants. Zum Mutterkonzern Yum Brands gehören neben Taco Bell auch Pizza Hut und KFC, besser bekannt unter dem früheren Namen Kentucky Fried Chicken.
Im April dieses Jahres kündete Taco Bell seinen Markteintritt in Deutschland an. Damals hieß es, die ersten Standorte sollen voraussichtlich im vierten Quartal 2026 eröffnen.
In Deutschland will die Marke nach eigenen Angaben eine Auswahl ihrer Signature-Produkte anbieten, darunter Tacos, Burritos und Quesadillas. Darüber hinaus soll das Angebot die sich wandelnden Verbraucherpräferenzen widerspiegeln und vegetarische Optionen sowie einen Fokus auf hochwertige Zutaten umfassen, um unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten gerecht zu werden.
Zweiter Anlauf in Deutschland für Taco Bell
Europa gilt für Taco Bell als wichtiger Expansionsmarkt. Die Expansion von Taco Bell nach Deutschland ist dabei nach Angaben des Unternehmens Teil der europäischen Wachstumsstrategie. In Deutschland haben sich die Pläne jedoch verzögert.
So ist die Kette nach Angaben auf der LinkedIn-Seite des Unternehmens bereits in Großbritannien, Rumänien, Griechenland und Schweden vertreten, aber nicht in Deutschland – obwohl die Eröffnung der ersten Filiale bereits für den Sommer 2025 angekündigt war. In den vergangenen Monaten suchte die europäische Taco-Bell-Zentrale in Großbritannien Spezialisten für den deutschen Markt.
Taco Bell kommt als Franchise-Modell
Wie in der Systemgastronomie üblich, vergibt Taco Bell den Betrieb vieler Restaurants an Franchisenehmer. Die Betreiber übernehmen dabei Konzept und Speisekarte der Marke, führen ihre Restaurants jedoch wirtschaftlich eigenständig.
Gastronom Lehmann hat mit seiner LHG Holding im Franchise-Geschäft bereits Erfahrung. Er betreibt unter anderem Restaurants der auf koreanische Küche spezialisierten Kette Mmaah. Er hatte seine Pläne bereits im Mai publik gemacht, doch ein größeres Echo gibt es erst jetzt.
(dpa/Taco Bell Corp./SAKL)