Neue Arbeitszeitmodelle

4-Tage-Woche im Carolaschlösschen

Als erstes Unternehmen in Sachsen führt die Saxonn GmbH im Carolaschlösschen ab November die 4-Tage-Woche für seine Mitarbeiter ein– um so die Gastro-Jobs attraktiver zu machen.

Donnerstag, 23.09.2021, 13:34 Uhr, Autor: Karoline Giokas
Service

Im Carolaschlösschen gibt es für die Mitarbeiter nun eine 4-Tage-Woche und damit mehr Zeit für die eigene Familie. (Foto: ©Karepa via Getty Images)

Auch das Dresdner Restaurant Carolaschlösschen wurde durch die Abwanderung von drei Mitarbeitern während der Corona-Pandemie kalt erwischt. Geschäftsführer der Saxonn GmbH, Betreiber des Restaurants im Dresdner Großen Garten mit über 250 Innen- bzw. Außenplätzen, ist Moyd Karrum (42). Aktuell sind noch 39 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

Maßnahmen ergreifen

Bereits während des Lockdowns sorgte er mit einem innovativen ToGo-Konzept inkl. Lieferservice, für die Beschäftigung seiner Mitarbeiter und konnte so die Kurzarbeit massiv verkürzen. Die Gründung eines Antigen-Schnelltestzentrums war ein weiterer Schritt, um Mitarbeiter in die Beschäftigung zurück zu holen. Leider reichte dies nicht aus und Karrum musste sich mit seinem Team Gedanken machen, wie die Jobs für die Mitarbeiter im Service und Küche attraktiver werden.

Die Einführung der 4-Tage-Woche soll nun ein weiteres Angebot an alle Beschäftigten des Carolaschlösschens sein. Laut Karrum kann jeder die wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden innerhalb von vier Tagen nehmen, um anschließend drei Tage Freizeit zu genießen. Karrum: „Damit ist für alle mehr Spielraum gegeben und der Erholungseffekt wesentlich stärker. Gerade jetzt brauchen wir neue Wege, um unseren Mitarbeitern ihre Jobs so attraktiv wie möglich zu machen.“

 

Carolaschlösschen
Das Dresdner Carolaschlösschen führt ab November ein neues Arbeitszeitmodell ein. (Foto: ©Saxonn GmbH)

Positive Resonanz

Der 42-jährige Roberto Meißner ist seit vielen Jahren als Serviceleiter im Unternehmen beschäftigt. „Das neue Arbeitszeitmodell finde ich sehr gut. Ich bin froh, dass es gerade noch vor der Weihnachtszeit umgesetzt wird. So habe ich mehr von meiner Familie.“ Aktuell seien laut Karrum weitere Lohnerhöhungen keine Option. Hier sieht er die Politik in der Pflicht, da die Gastronomie aktuell wenig Planungssicherheit durch Corona hat.

(Saxonn GmbH/KG)

 

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