Bilanz

A&O verzeichnet stabiles erstes Halbjahr

Eingang des A&O Berlin Mitte
Das A&O in Berlin Mitte zählt zu einem der Häuser mit der höchsten Zimmerauslastung. (Foto: © A&O Hostels)
Über drei Millionen Übernachtungen, im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunkene Zimmerauslastung, dafür gestiegener Umsatz. A&O Hostels hat die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2025 veröffentlicht und zeigt sich grundsätzlich zufrieden.
Mittwoch, 13.08.2025, 08:27 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

„Wir spüren beim Zimmerpreis deutlich die Zurückhaltung der Gäste im ersten Halbjahr. Dennoch stabile Auslastung, leichter Ratenrückgang – aber insgesamt im Plus“, kommentiert CEO Oliver Winter die A&O Halbjahresergebnisse.

Das sind die Halbjahreszahlen auf einen Blick

  • 3,1 Millionen Übernachtungen
  • 73 Prozent Zimmerauslastung (2024: 74,8 Prozent)
  • 116 Millionen Euro Gesamtumsatz (2024: 110 Millionen Euro)
  • Top 3 Quellmärkte: Deutschland, Niederlande und Großbritannien
  • 53,9 Prozent inländische Gäste (2024: 56,8 Prozent)
  • 46,1 Prozent internationale Gäste (2024: 43,2 Prozent)
  • Anteil Gäste UK: 4,6 Prozent (2024: 4,1 Prozent), USA: 4,3 Prozent (2024: 3,4 Prozent)
  • 250.000 Anrufe im Servicecenter, 180.000 Bot-Nachrichten
  • Sommerauslastung von bis zu 90 Prozent erwartet

Europas größte private Hostelkette ist aktuell mit 43 Häusern in 30 Städten und zehn europäischen Ländern vertreten. Jüngste Neuzugänge sind das im Februar eröffnete Hostel Firenze Campo di Marte sowie das Hostel Milano Ca Granda in Italien. Bei A&O soll 2025 das Wachstum besonders im Fokus stehen: „Unsere Expansion nimmt weiter Fahrt auf – weitere internationale Standorte sind bereits in Vorbereitung.“

Die höchste Zimmerauslastung von knapp 80 Prozent erreichten die Monate April bis Juni. Am stärksten nachgefragt waren in Deutschland die Häuser a&o Berlin Mitte, a&o Hamburg City und a&o Berlin Hauptbahnhof – sowie international a&o Praha Rhea, a&o Wien Hauptbahnhof und a&o Venezia Mestre. 

KI im Einsatz, kürzere Aufenthalte, spontanere Buchungen

„Wir sind die europäische Marke für preisbewusstes Reisen“, betont Oliver Winter. „Daran wird sich nichts ändern.“ Durch Investitionen – etwa in erneuerbare Energien, KI-gestützte Systeme zur Bedarfsplanung in F&B, Self-Check-in oder Mobile-Key – will das Unternehmen ressourcenschonende Lösungen priorisieren. Ziel ist es, notwendige Preissteigerungen so gering wie möglich an die Gäste weiterzugeben.

Zur Kernklientel von a&o gehören weiterhin Familien, Schulklassen und Gruppen: „Die Menschen haben weniger Geld im Portemonnaie – auch wir spüren ein verändertes Gästeverhalten“, erklärt Winter, der a&o vor 25 Jahren gegründet hat. „Ein Wochenendtrip dauert oft nur noch eine Übernachtung. Statt am Freitag reisen viele Gäste erst am Samstag an.“ Insgesamt rechnet das Unternehmen mit rund sechs Millionen Übernachtungen in diesem Jahr.

Wunsch zum 25-Jährigen: „Ein Haus in jeder touristischen Metropole“

Allein im zweiten Halbjahr 2024 kamen mit Brighton, Antwerpen und Brüssel drei neue Standorte hinzu. Das a&o Firenze Campo di Marte eröffnete im Februar 2025. Oliver Winter: „Mindestens zwei weitere Häuser gehen 2025 noch an den Start.“ Die Bettenzahl werde „die Marke von 30.000 klar überschreiten“.

Winters Ziel für die kommenden Jahre: „Ich wünsche mir ein Haus in jeder touristischen Metropole Europas – und vielleicht sogar darüber hinaus.“ Der 50-Jährige gründete a&o im Jahr 2000. Heute gehören 43 Häuser in 30 Städten und zehn europäischen Ländern zum Portfolio – mit insgesamt mehr als 29.000 Betten ist a&o Europas führende Hostelgruppe.

(A&O Hostels/SAHO)

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