Brown Hotels starten mit 5 Revo-Häusern in Deutschland
Die Israel Canada Hotels (ICH) Gruppe steigt mit ihrer Marke Brown Hotels in den deutschen Hotelmarkt ein. Nach Angaben der Wirtschaftskanzlei FPS, die die Gruppe bei der Transaktion beraten hat, plant ICH/Brown Hotels den Erwerb von fünf Hotels aus dem Portfolio der HRG Hospitality B.V. & Co. KG (Revo Hospitality).
Das Portfolio umfasst insgesamt 1.179 Zimmer. Konkret handelt es sich um das H2 Hotel München Messe, das H4 Hotel München Messe, das H4 Hotel Hamburg Bergedorf, das Centro Park Hotel Berlin sowie das H4 Hotel Leipzig. Der Kaufpreis liegt laut FPS bei rund 15,8 Millionen Euro.
Erwerb aus Revo-Portfolio
Die Hotelbetriebe werden im Rahmen des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung aus dem Portfolio der HRG Hospitality B.V. & Co. KG (Revo Hospitality) erworben. Bereits Anfang Juni stand fest, dass das Portfolio der insolventen Revo Hospitality Group aufgeteilt werden soll.
Demnach wollten fünf internationale Hotelgruppen und Investoren rund 120 Hotels übernehmen. 45 Hotels waren zu dem Zeitpunkt bereits verkauft. Für weitere zehn Hotels sollte noch eine konkrete Lösung gesucht werden.
Nach damaligen Angaben des Unternehmens sollte der weit überwiegende Teil der rund 5.450 Arbeitsplätze in den Hotels erhalten bleiben. Die Arbeitsverhältnisse der 450 Mitarbeiter in der Zentrale konnten dagegen nicht fortgeführt werden.
Für zwei Revo-Hotels in Kiel stand bereits eine Nachfolgelösung fest. Die Motel One Group hat zum 1. Juni 2026 zwei bislang unter den Marken ibis Styles und Adagio Access geführte Häuser übernommen. Die benachbarten Hotels sollen künftig als gemeinsamer Standort weitergeführt und schrittweise in das Portfolio von Motel One integriert werden.
Insolvenzplanbasierter Erwerb
Der jetzige Erwerb der fünf Hotels durch ICH/Brown Hotels soll nun insolvenzplanbasiert erfolgen. Im Zuge der Transaktion soll der Investor die jeweiligen Betreibergesellschaften einschließlich der bestehenden Mietverträge aus der Zeit vor dem Vollzug übernehmen. Bestehende Verbindlichkeiten sollen somit im Rahmen der Insolvenzverfahren geregelt und nicht auf die Käuferseite übertragen werden.
„Wir freuen uns sehr, ICH/Brown Hotels bei diesem wichtigen Schritt nach Deutschland begleitet zu haben. Die Transaktion unterstreicht die Attraktivität des deutschen Hotelmarktes für internationale Investoren und bietet unserem Mandanten eine gute Grundlage für weiteres Wachstum“, sagt Dr. Menso Engelmann, Partner bei FPS.
Brown Hotels ist eine Hotelmarke mit Sitz in Israel. Das Unternehmen betreibt mehr als 40 Hotels in Israel und Griechenland und plant nach Angaben von FPS den Ausbau in weiteren europäischen Märkten.
(FPS Rechtsanwaltsgesellschaft/SAKL)