Coronakrise

Hotels erwägen alternative Gebäudenutzung

Deutsche Hotels stehen aufgrund des nationalen Shutdowns weitgehend leer. Gorgeous Smiling Hotels berichten, welche Maßnahmen sie für diese Zeit ergreifen – für das Unternehmen und das Personal.

Mittwoch, 25.03.2020, 10:12 Uhr, Autor: Kristina Presser
Nahaufnahme eines leeren Hotelbettes

Leere Hotelbetten sollen in einigen Gorgeous Smiling Hotels nun zu provisorischen Krankenstationen umfunktioniert werden. (Foto: ©malkovkosta/stock.adobe.com)

Die bundesweite Schließungsanordnung trifft auch die Hotellerie ins Mark. Um personelle Kündigungen zu vermeiden, setzen viele Unternehmen auf Kurzarbeit, wie auch die Gorgeous Smiling Hotels mit ihren über 100 Häusern. Gleichzeitig wolle man die Zeit, in der Hotels nicht für touristische Übernachtungen öffnen dürfen, sinnvoll nutzen, wie es nun von Unternehmensseite hieß. So wolle man die Häuser einer Grundreinigung unterziehen, Instandhaltungsarbeiten durchführen und Dinge erledigen, die sonst im täglichen Betrieb auf der Strecke bleiben.

Corona-Krise: „unberechenbar und nicht greifbar“

Holger Behrens, einer der drei Geschäftsführer der Gorgeous Smiling Hotels GmbH: „Wichtig sind jetzt alle Vorkehrungen für die Zeit ‚danach‘. Wir müssen heute den Kontakt zu unseren Business- und Topkunden sowie den Reiseveranstaltern aufrechterhalten und auf allen Kanälen Buchungsanreize schaffen.“ Das Problem sei vor allem, dass die derzeitige Krise „unberechenbar und nicht greifbar“ sei, „weil wir nicht wissen, wie lange diese Zwangspause und die Pandemie in unserem Land und auf der Welt anhalten wird“, sagte Behrens.

Zugleich wolle man sich solidarisch zeigen und sozial engagieren. Angesichts der zahlreichen freien Betten und im Gegenzug fehlenden Kapazitäten in den Krankenhäusern, befände man sich aktuell in Gesprächen, vereinzelte Hotels zu provisorischen Stationen umzufunktionieren.

„Wichtig, in solch´ einer Zeit, zusammenzuhalten“

Heiko Grote, Geschäftsführer der Gorgeous Smiling Hotels: „Die Krankenhäuser sollen genug Kapazitäten für Intensivpatienten bereithalten können, und wir als Hoteliers möchten gerne unseren Beitrag leisten und Betten für leichtere Fälle zur Verfügung stellen. Es ist wichtig, in solch´ einer Zeit, zusammenzuhalten und zu helfen. Eine Entlastung der Krankenhäuser wäre dann wenigstens gewährleistet.“

Alle drei Geschäftsführer zeigten sich optimistisch, dass die Lage zu meistern sei, sofern sich alle miteinander verantwortungsvoll und solidarisch verhalten und an einem Strang ziehen.
(gsh/KP)

 

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