MHP Hotel startet mit Rekordquartal ins Jahr 2026
Die MHP Hotel AG ist mit einem neuen Rekordumsatz für ein erstes Quartal ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Wie der Betreiber von Premium- und Luxushotels im deutschsprachigen Raum nun bekannt gab, stieg der Hotelumsatz um 25 % auf 41,5 Millionen Euro – den höchsten Q1-Umsatz der Unternehmensgeschichte.
Hyatt Regency Vienna trägt erstmals zum Umsatz bei
Zu der Umsatzsteigerung trugen laut MHP Hotel insbesondere das im September 2025 eröffnete Conrad Hamburg sowie das im Februar 2026 übernommene Hyatt Regency Vienna bei. Letzteres wurde nach der Übernahme planmäßig vom Andaz Vienna am Belvedere in die Marke Hyatt Regency überführt.
Mit der Neupositionierung richtet sich das Haus künftig stärker auf internationale Geschäftsreisende sowie das MICE-Segment aus. Zugleich soll das Haus von der Einbindung in das globale Vertriebs- und Loyalitätsnetzwerk von Hyatt profitieren.
Kennzahlen entwickeln sich positiv
Auch die operativen Kennzahlen zeigen eine stabile Entwicklung: Bereinigt um den Eröffnungseffekt aus der Anlaufphase des Conrad Hamburg stieg der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPar) auf 143 Euro und lag damit 4 % über dem Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Belegungsquote lag bereinigt bei 70 % (Q1 2025: 67 %).
Inklusive des Conrad Hamburg lag der RevPar bei 134 Euro und die Belegungsquote planmäßig bei 65 %. Der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) erhöhte sich im ersten Quartal weiter auf 206 Euro (Q1 2025: 203 Euro).
„Die Nachfrage in unseren Kernmärkten bleibt robust, Europa positioniert sich weiterhin als verlässliche Destination und gewinnt durch die gute Erreichbarkeit im globalen Kontext an Attraktivität. Davon profitieren wir direkt“, erklärt Dr. Jörg Frehse, CEO der MHP Hotel AG.
Effizienzmaßnahmen und vorausschauende Energie-Strategie stärken Margenresilienz
Parallel zur starken operativen Entwicklung profitiert MHP nach eigener Aussage von umgesetzten Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz sowie einer frühzeitig ausgerichteten Energiestrategie. Durch den gezielten Einsatz moderner Energiekonzepte und die Reduktion der Abhängigkeit von volatilen Energiemärkten sei das Unternehmen von den aktuellen Preissteigerungen weniger betroffen als der Wettbewerb.
Mit der Einführung des Umweltmanagementsystems EMAS sowie ergänzenden ISO-14001-Zertifizierungen habe MHP zudem zentrale Prozesse zur Steuerung von Energie-, Wasser- und Ressourcenkosten gruppenweit standardisiert und nachhaltig optimiert. Verbleibende Kostensteigerungen könnten durch ein etabliertes dynamisches Preissystem marktgerecht und ohne zeitliche Verzögerung kompensiert werden.
„Unser Wachstum basiert auf klaren strategischen Entscheidungen, sowohl bei der Expansion als auch im Bereich Energie- und Kostenmanagement. Steigende Betriebskosten haben wir durch unsere Prozesse im Griff und können diese gezielt und dynamisch im Markt abbilden“, sagt Dr. Jörg Frehse.
Ausblick 2026: Wachstum bei erhöhter geopolitischer Unsicherheit
Unter der Annahme stabiler Rahmenbedingungen erwartet MHP für 2026 ein Umsatzwachstum von rund 25 % auf ca. 225 Millionen Euro sowie weiterhin ein Konzern-EBITDA von rund 10 Millionen Euro. Die intra-europäische Nachfrage zeigt sich laut MHP weiterhin stabil.
Gleichzeitig beobachte das Unternehmen die geopolitischen Entwicklungen, insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, aufmerksam. Zwar könnten auch potenzielle negative Auswirkungen auf die Nachfrageentwicklung zum aktuellen Zeitpunkt nicht vollständig ausgeschlossen werden und blieben ein gewisser Unsicherheitsfaktor für die weitere Prognoseentwicklung, andererseits könnte eine Stabilisierung der Reiserouten auch weitere zusätzliche Nachfrageimpulse nach Europa lenken, was MHP mit seinem Premium-Portfolio gezielt nutzen könnte.
(MHP Hotel/SAKL)