Unabhängigkeit

Moa Berlin löst sich von Accor und startet als eigene Marke

Moa Berlin
Nach 15 erfolgreichen Jahren im Franchise löst sich das Moa Berlin von den Strukturen der Konzernhotellerie. (Foto: © MOA Berlin)
Das Moa Berlin schlägt ein neues Kapitel auf: Nach zehn Jahren beendet das Konferenzhotel die Franchise-Partnerschaft mit Accor. Als hybrides „Urban Hub“ will sich das Haus nun neu positionieren.
Mittwoch, 21.01.2026, 10:15 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Das Moa Berlin operiert ab sofort als unabhängige Marke. Der Schritt in die Unabhängigkeit erfolgt zum Ende der vertraglichen Laufzeit, wie die Eigentümergesellschaft mitteilt, und sei eine bewusste Entscheidung, um das volle Potenzial des Standorts auszuschöpfen.

„Ein Franchisemodell hat viele Vorteile, bringt aber auch Einschränkungen mit sich, wie ein festes Korsett“, erklärt Alexander Wendeln, Gründer und Gesellschafter des Moa Berlin. "Wir wollen unseren Kunden ein zeitgemäßes Angebot bieten und individuelle Erlebnisse schaffen."

Die beiden Moa-Berlin-Mitgesellschafter und Geschäftsführer Laurence Mehl und Johannes Rohde ergänzen: „Wir werden gerade im technologischen Bereich flexibler und agiler agieren. Die größte unternehmerische Chance liegt für uns in der ab sofort 100-prozentigen Fokussierung auf die eigene Marke Moa.“

Neues Leitbild: Congress, Kiez & Culture

Mit dem Austritt aus dem Accor-Netzwerk soll das Haus auch strategisch neu ausgerichtet werden. Dabei verabschiedet sich das Moa Berlin von der klassischen Kategorie „Hotel“ und positioniert sich fortan als hybrides „Urban Hub“.

Unter dem neuen Leitbild „Congress, Kiez & Culture“ soll das Haus internationale Business-Exzellenz mit authentischem Berliner Lebensgefühl und einer wertebasierten Unternehmenskultur verbinden. Für Mehl ist diese Verbindung kein Widerspruch, sondern der Schlüssel zum Erfolg: „Ich glaube fest daran, dass gerade weiche Faktoren wie die Kiez-Anbindung und unsere Unternehmenskultur am Ende genauso wichtig wie die operative Exzellenz für unseren wirtschaftlichen Erfolg im Kongressgeschäft sind“, stellt der Gesellschafter heraus. „Am Ende sind wir alle Beziehungswesen. Unsere Kunden und Mitarbeiter spüren bei jedem Kontakt genau diese Moa-Unternehmenskultur und das unterscheidet uns von standardisierten Angeboten.“

Führungswechsel: Vertrauen in bewährte Expertise

Parallel zur neuen Markenidentität vollziehen die Eigentümer den Generationenwechsel im operativen Geschäft. Die langjährigen Geschäftsführer ziehen sich 2026 in die Gesellschafterrolle zurück und übergeben das Steuer an das etablierte Führungsduo: Conny Doss (Commercial & Strategy) und Philip Ibrahim (Vision & Host).

„Wir übergeben die Führung nicht an Unbekannte, sondern an zwei der stärksten Hotelmanager am Berliner Markt, die unser Haus bereits maßgeblich geprägt haben“, betont Johannes Rohde. „Conny Doss und Philip Ibrahim kennen die DNA des Moa in- und auswendig. Wir vertrauen ihnen voll und geben ihnen nun den nötigen unternehmerischen Spielraum, um als unabhängige Marke noch schneller und mutiger zu agieren.“

(Moa Berlin/SAKL)

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