Revo Hospitality Group meldet Insolvenz an
In der Hotelbranche zeichnet sich eine Großinsolvenz ab: Die Revo Hospitality Group – früher unter dem Namen HR Group bekannt – hat für rund einige ihrer Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Das berichten mehrere Medien, unter anderem die WirtschaftsWoche.
Das Unternehmen betreibt Hotels namhafter Marken wie Hilton, Accor, Wyndham, Marriott und Radisson und zählt zu den größten Hotelbetreibern Europas. Allein in Deutschland und Österreich führt die Gruppe mehr als 125 Häuser, europaweit sind es rund 250.
Wie es mit dem Unternehmen weitergeht, dürfte sich wohl in den kommenden Monaten entscheiden. Denn insgesamt etwa 140 Einzelgesellschaften der Gruppe haben beim Amtsgericht Charlottenburg einen Antrag auf Eigenverwaltung gestellt, wie die WirtschaftsWoche berichtet. Bei diesem Sanierungsverfahren bleibt das bisherige Management in der Regel an Bord, wird jedoch von Restrukturierungsexperten unterstützt. Ein gerichtlich eingesetzter Sachwalter überwacht den Prozess.
Sanierer übernehmen Geschäftsführung – Betrieb läuft weiter
Für die Dauer der Eigenverwaltungsverfahren wurden Dr. Gordon Geiser und Dr. Benedikt de Bruyn von der Kanzlei GT Restructuring als Geschäftsführer der jeweiligen Gesellschaften eingesetzt. Nach Angaben der WirtschaftsWoche soll der Hotelbetrieb fortgeführt werden. Auch alle rund 5.500 Beschäftigten sollen weiterhin an Bord bleiben.
Die beteiligten Sanierer zeigen sich zuversichtlich und optimistisch, dass der Erhalt der Gruppe gelingt. Bereits im Sommer soll eine Lösung gefunden werden. „Mit den überwiegend in Eigenverwaltung beantragten Verfahren für die rund 140 Gesellschaften bestehen gute Aussichten für eine zügige Sanierung und eine langfristige Fortführung“, sagte Dr. Geiser. „Wir werden den Geschäftsbetrieb umgehend stabilisieren.“
Zudem soll rasch mit der Investorensuche begonnen werden. „Die Eigenverwaltung ermöglicht eine schnelle Stabilisierung und eine geordnete Überleitung auf einen Investor, ohne die zahlreichen Hotelbetriebe wesentlich einzuschränken“, erklärte de Bruyn.
(WirtschftsWoche/SAKL)