Reisewirtschaft

DRV bekräftigt Klimaschutz und nachhaltige Transformation

Pflanze wächst aus Erde im Sonnenlicht als Symbol für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung in der Reisewirtschaft.
Der DRV setzt sich in seinem aktualisierten Positionspapier für Klimaschutz und eine nachhaltige Transformation der Reisewirtschaft ein. (Foto: © lovelyday12/stock.adobe.com)
Der Deutsche Reiseverband hat sein Positionspapier aktualisiert und bekennt sich klar zur Verantwortung für Umwelt und Mobilität. Ziel ist eine zukunftsfähige Aufstellung der Branche im Einklang mit politischen Vorgaben.
Dienstag, 17.02.2026, 14:32 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Die deutsche Reisewirtschaft bekennt sich klar zu ihrer Verantwortung für den Klimaschutz und zur aktiven Mitgestaltung einer nachhaltigen Transformation von Reisen und Mobilität. Der Deutsche Reiseverband (DRV) unterstreicht in seinem aktualisierten Positionspapier zum Klimaschutz das gemeinsame Ziel von Politik, Wirtschaft und Reisenden, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und die Reisewirtschaft zukunftsfähig aufzustellen.

Die Branche sieht den immer schneller fortschreitenden Klimawandel als zentrale Herausforderung – nicht nur für Umwelt und Gesellschaft, sondern auch für zahlreiche Destinationen und die wirtschaftliche Basis des Tourismus.

Klimaschutz ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Reisenden. Die Reisewirtschaft übernimmt Verantwortung und treibt die Transformation aktiv voran – im Einklang mit der Nationalen Tourismusstrategie und dem Ziel, Reisen klimaverträglich, wettbewerbsfähig und attraktiv zu gestalten.

Albin Loidl, DRV-Präsident

Fokus auf Emissionsreduktion und defossilisierte Mobilität

Im Mittelpunkt des DRV-Positionspapiers stehen

  • langfristige Emissionsreduktion,
  • die Transformation hin zu einer defossilisierten Mobilität sowie
  • die konsequente Ausrichtung touristischer Angebote auf Klimaverträglichkeit.

Dabei setzt die Reisewirtschaft auf Innovation, Zusammenarbeit entlang der gesamten Reisekette und verlässliche politische Rahmenbedingungen. „Nationale, europäische und internationale Klimaschutzvorgaben, insbesondere für internationale Verkehrsträger, müssen so gestaltet werden, dass sie einen fairen Wettbewerb gewährleisten und die Verlagerung von CO₂e-Emissionen in Drittstaaten mit geringeren Vorgaben verhindern“, verdeutlicht der DRV-Präsident.

Gleichzeitig spricht sich der DRV für eine EU-weite Anti-Dumping-Regelung aus. Damit soll der Verkauf von Reiseleistungen – insbesondere Flugtickets – unterhalb der Kosten für Steuern, Zuschläge, Entgelte und Gebühren, unterbunden werden.

Transparenz, Investitionen und Einbindung der Reisenden

Der DRV betont in seinem neuen Positionspapier zudem die Bedeutung von Transparenz, Investitionen in nachhaltige Infrastrukturen und der aktiven Einbindung der Reisenden in den Transformationsprozess. Ziel müsse es sein, Klimaschutz und wirtschaftliche Tragfähigkeit in Einklang zu bringen und gleichzeitig attraktive, verantwortungsvolle Reiseangebote zu ermöglichen.

„Ohne erhebliche Investitionen, innovationsfreundliche politische Leitplanken und die Akzeptanz der Reisenden kann die Transformation nicht gelingen“, so Loidl.

Mit dem Positionspapier unterstreicht der DRV seinen Anspruch, die deutsche Reisewirtschaft als konstruktiven Partner im Klimaschutz zu positionieren und den Wandel hin zu einer nachhaltigen Tourismus- und Mobilitätslandschaft aktiv mitzugestalten – für eine moderne, verantwortungsvolle und zukunftsfähige Reisewirtschaft.

(DRV/SAHO)

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