Marktforschung

Fernbusse werden teurer

Ein Flixbus an einer Bushaltestelle
Marktforscher sehen steigende Ticketpreise bei Fernbussen. (Foto: picture alliance / ROPI)
Nicht nur bei Lebensmitteln oder Benzin gehen die Preise nach oben, auch bei Reisen mit Fernbussen muss man tiefer in die Tasche greifen, als noch vor einem Jahr.
Montag, 18.06.2018, 11:02 Uhr, Autor: Markus Jergler

Nach den neusten Datenerhebungen des Marktforschungsinstituts Iges mussten Reisende mit Fernbussen im April durchschnittlich 10,2 Cent je Kilometer bezahlen, vier Prozent mehr als zur selben Zeit im Vorjahr. Vor drei Jahren, als der Markt noch heftig umkämpft war, lag der Normalpreis demnach bei 8,6 Cent.

Preise werden nicht grenzenlos steigen
„Vielleicht werden wir irgendwie noch die 11 Cent erreichen“, so Christoph Gipp Geschäftsführer bei Iges. „Aber weiter wird es nicht gehen. Der Trend ist nicht unendlich ausweitbar.“

Der Bus müsse auf jeden Fall immer günstiger bleiben als der Zug, da dieser in der Regel auf gleicher Strecke schneller ist. Ansonsten würden die Kunden umsteigen. Daher könne der Preis nicht unbegrenzt weiter steigen. Dennoch gelinge es den Bus-Anbietern immer besser, die einzelnen Preise, ähnlich wie Fluggesellschaften der Nachfrage anzupassen und so die Erlöse zu erhöhen.

Harte Preiskämpfe
In jüngster Vergangenheit hatte die Bahn angekündigt, Sparpreistickets ab 19,90 Euro ab August dauerhaft anzubieten. Auch der Preis für die Bahncard sinke unter 15 Euro. Dies sei eine Reaktion auf die Konkurrenz der Fernbusse, aber auch der Billigflieger und Mitfahrzentralen.

Doch auch die Fernbus-Anbieter nehmen die Preisschlacht auf. Sparpreis-Tickets kosteten per April durchschnittlich 3,8 Cent pro Kilometer. Um diesen Betrag pendelt der Preis seit drei Jahren – bei unverändert großen Kontingenten, wie Iges vermutet. „Eine Verknappung sehen wir nicht“, so Gipp. Neben den Tickets machen die Busunternehmen vor allem durch Zusatzgepäck, Reservierungen und den Snackverkauf Umsatz. Diese Zahlen sind in den Iges-Zahlen jedoch nicht berücksichtigt. (dpa/MJ)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Fahrgäste fahren mit erhobenen Armen in der Euro-Mir-Achterbahn im Europa-Park.
Bauantrag
Bauantrag

Europa-Park plant neue Euro-Mir bis 2028

Die Kult-Achterbahn soll nach rund 30 Betriebsjahren abgebaut und größer wiedererrichtet werden. Vorgesehen sind zudem weitere Gebäude, eine zweite Attraktion und ein Gastronomieturm.
Venedig
Debatte
Debatte

Eintrittsgeld in Venedig: An Spitzentagen sogar 50 Euro?

Venedigs neuer Bürgermeister Venturini bringt eine deutliche Erhöhung der Eintrittsgebühr für Tagesbesucher ins Spiel – auf bis zu 50 Euro. In der Lagunenstadt sorgt der Vorstoß für Wirbel.
Anlegestelle für Schiffe an der Seebrücke Binz, Strandpromenade, Travel Charme Kurhaus, SPA & Genuss, Kurplatz, Insel Rügen, an der Ostsee, Ostseebad, Postkarten Landschaft
Gesundheitstourismus
Gesundheitstourismus

Neue Kategorien für Kurorte im Nordosten

Zusätzliche Prädikate, aber auch höhere Hürden für Tourismusorte: Was sich mit der Änderung des Kurortgesetzes für Gäste und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern ändert und was das bringen soll.
Gast kommt ins Hotelzimmer
Bilanz
Bilanz

Tourismus in Deutschland: Weniger Übernachtungen im April

Im April 2026 meldeten Beherbergungsbetriebe rund 39,5 Millionen Übernachtungen. Damit lag das Ergebnis laut Statistischem Bundesamt zwar unter dem Vorjahresmonat – die Bilanz der ersten vier Monate fällt dennoch positiv aus.
Kai Gardeja
Personalie
Personalie

Gemeindevertretung von St. Peter-Ording beruft neuen Tourismus-Direktor

St. Peter-Ording hat einen neuen Tourismus-Direktor: Kai Gardeja übernimmt ab September die Leitung der Tourismus-Zentrale. Der bisherige Binzer Tourismuschef soll die weitere Entwicklung der Nordsee-Destination mitgestalten und das Tourismusentwicklungskonzept bis Ende 2026 finalisieren.
Aztekenstadion von Mexiko-Stadt
Sporttourismus
Sporttourismus

Volle Stadien, volle Hotels? Die Fußball-WM und der Tourismus

Millionen Fans werden zur Fußball-WM in Nordamerika erwartet. Die USA rechnen mit dem bestbesuchten Turnier der Geschichte. Für die Gastgeber geht es um weit mehr als Sport.
Blick auf die Altstadt von Erfurt mit Dom und Severikirche
Übernachtungsplus
Übernachtungsplus

Thüringen-Tourismus legt im ersten Quartal zu

Von Januar bis März wurden im Freistaat rund 1,8 Millionen Übernachtungen gezählt. Neben Hotels waren auch Ferienunterkünfte, Jugendherbergen sowie Erholungs- und Ferienheime gefragt.
Blick auf Dresden mit historischer Architektur
Statistik
Statistik

Sachsen verzeichnet mehr Gäste im ersten Quartal

Deutsche Urlauber zieht es eher nicht in die Großstädte. Menschen aus dem Ausland hingegen schon. Wie viele Gäste zuletzt nach Sachsen kamen.
Blick von der Dünenmeile in Scharbeutz auf den Ostseestrand an der Lübecker Bucht
Buchungslage
Buchungslage

Schleswig-Holstein: Tourismuszahlen zeigen gemischtes Bild

Im Norden fallen aktuelle Auswertungen unterschiedlich aus: Während größere Beherbergungsbetriebe zum Jahresstart zulegen konnten, bleibt die Nachfrage bei kleineren Häusern und Ferienwohnungen hinter dem Vorjahr zurück.