Ab 2018

Noch teurer: Mallorca will Touristensteuer verdoppeln!

Touristen mit Strohhut an Strand
Touristensteuer soll nächstes Jahr auf Mallorca verdoppelt werden. (Foto: © Jürgen Fälchle/fotolia)
Die Balearen-Insel Mallorca ist weiterhin das Urlaubsziel Nummer eins bei deutschen Touristen. Doch das könnte sich ab dem kommenden Jahr ändern. Das „siebzehnte Bundesland“ will die bestehende Abgabe für Touristen ab 2018 nämlich verdoppeln.
Donnerstag, 31.08.2017, 08:24 Uhr, Autor: Markus Jergler

Mallorca-Besucher werden ab 2018 wahrscheinlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Parteien der linken Regierungskoalition der Balearen hätten sich auf eine Verdoppelung der umstrittenen Touristenabgabe geeinigt, berichteten Medien am Mittwoch unter Berufung auf das Tourismusministerium der spanischen Autonomen Gemeinschaft in Palma.

„Es gibt ein Prinzipienabkommen“, sagte auch der regionale Chef der Linkspartei Podemos (Wir können), Alberto Jarabo, der Nachrichtenagentur Europapress. Ein Treffen zur Besprechung der letzten Details werde es am Donnerstag geben, hieß es. Gäste der Inseln Mallorca, Menorca, Formentera und Ibiza würden demnach bis zu vier Euro pro Kopf und Nacht zahlen müssen. Die sogenannte „Ecotasa“ (Ökotaxe) wurde erst im Sommer 2016 eingeführt.

Verband der Hoteliers nennt Erhöhung „katastrophal“
Durch die Verdoppelung der Steuer will man insgesamt Einnahmen von rund 100 Millionen Euro pro Jahr erzielen. Mit dem eingenommenen Geld werden nach Angaben der Regionalregierung vor allem Umweltprojekte finanziert. Der Verband der Hoteliers von Mallorca (FEHM) kritisierte das Vorhaben als „katastrophal“. „Noch ist keine positive Folge (der Touristenabgabe) zu sehen, weder im sozialen Bereich noch in Bezug auf das touristische Angebot“, klagte Verbandspräsidentin Inmaculada Benito in einer Mitteilung.

Je nach Art der Herberge müssen Besucher der Balearen derzeit pro Person und Nacht zwischen 50 Cent und zwei Euro zahlen. In der Nebensaison zwischen November und April wird der Betrag halbiert. Es gibt Überlegungen, die Hauptsaison bereits im März beginnen zu lassen. Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren sind befreit. (dpa/MJ)

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