Infrastruktur

Tourismus stärken: Land fördert Projekte in der Mecklenburgischen Seenplatte

Altstadt von Plau am See in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland – kleine Boote am Fluss Elde
Blick auf die Altstadt von Plau am See: Der Fluss Elde mit kleinen Booten ist ein beliebtes Ziel in der Mecklenburgischen Seenplatte. (Foto: © mije shots/stock.adobe.com)
Mehrere Vorhaben im Landkreis erhalten Unterstützung durch Mecklenburg-Vorpommern. Im Fokus stehen Müritzeum, Radwegeausbau und ein Brückenneubau.
Montag, 05.01.2026, 09:13 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mehrere Vorhaben zur Stärkung des Tourismus sowie zur Verbesserung der Rad- und Straßenverkehrsinfrastruktur. Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank übergab dazu mehrere Zuwendungsbescheide. Im Mittelpunkt stehen die Modernisierung des Müritzeums in Waren (Müritz), der Ausbau des Tollenseseeradrundwegs sowie der Ersatzneubau einer Straßenüberführung bei Louisenfeld.

Modernisierung des Müritzeums Waren

Für die Neugestaltung und Modernisierung des Müritzeums Waren erhält der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eine Zuwendung in Höhe von rund 3,136 Millionen €. Die Gesamtausgaben des Vorhabens belaufen sich auf rund 3,9 Millionen €.

Minister Dr. Blank betonte die Bedeutung der Einrichtung für die Region: „Das Müritzeum ist ein touristisches Aushängeschild der Mecklenburgischen Seenplatte. Mit der Förderung sichern wir seine Weiterentwicklung und stärken die Region als attraktive Destination für Gäste aus dem In- und Ausland. Davon profitieren der Tourismus, die heimische Wirtschaft und die Beschäftigung vor Ort gleichermaßen“, sagte Minister Dr. Blank.

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gemäß der Infrastrukturrichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist die Errichtung, Modernisierung und Erweiterung öffentlicher touristischer Einrichtungen sowie die weitere touristische Erschließung des Geländes.

Ausbau des Tollenseseeradrundwegs

Auch der Radverkehr soll gezielt gestärkt werden. Das Land fördert den Ausbau des Tollenseseeradrundwegs im Abschnitt von der Stadtgrenze Neubrandenburg bis zum Augustabad (Nemerower Holz) mit rund 818.000 €. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 1,09 Millionen €.

„Mit dem Ausbau des Tollenseseeradrundwegs schaffen wir eine sichere und leistungsfähige Verbindung für den Alltagsradverkehr. Damit machen wir einen wichtigen Schritt hin zu moderner Mobilität, schaffen attraktive Verkehrswege für Einheimische und Gäste und verbessern die Lebensqualität für die Menschen vor Ort“, so Minister Dr. Blank.

Der rund 2.000 Meter lange Abschnitt wird mit einer Breite von 2,5 bis 3 Metern ausgebaut. Die Maßnahme gilt als besonders relevant, da sie die einzige direkte Verbindung zwischen Klein Nemerow und Neubrandenburg darstellt. Finanziert wird das Projekt mit Mitteln des Bundes gemäß der Radverkehrsinfrastrukturförderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern (RadFörderRL MV) über das Sonderprogramm „Stadt und Land“.

Ersatzneubau der Straßenüberführung bei Louisenfeld

Ein weiterer Zuwendungsbescheid betrifft den Ersatzneubau der Straßenüberführung über die Bahnstrecke Neustrelitz–Warnemünde bei Louisenfeld. Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Richtlinie für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauFöRL MV).

Die Zuwendung beträgt rund 2,75 Millionen €, die Gesamtausgaben des Vorhabens liegen bei rund 3,67 Millionen €. Geplant ist, die bestehende Eisenbahnüberführung zurückzubauen und durch ein neues Bauwerk mit regelkonformen Abständen zu ersetzen. Hintergrund ist die Streckenertüchtigung im Abschnitt Waren–Lalendorf sowie die vorgesehene Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf bis zu 160 km/h.

Minister Dr. Blank verwies dabei auch auf die Belastung kleiner Kommunen: „Gerade kleinere Gemeinden dürfen mit solchen Vorhaben nicht allein gelassen werden. Der Ersatzneubau der Überführung bei Louisenfeld ist für die Gemeinde Grabowhöfe finanziell eine große Herausforderung. Deshalb unterstützt das Land hier gezielt und substanziell – nachdem wir bereits frühzeitig in den engen und vertrauensvollen Austausch getreten sind. Unser Ziel ist es, die kommunalen Belastungen auf ein vertretbares Maß zu begrenzen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu ermöglichen“, so Minister Dr. Blank.

(Tourismus.MV/SAHO)

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