Wirtschaft

Tourismusbeauftragter: Überbrückungshilfen verlängern

Thomas bareis, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung
Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, setzt sich für die Verlängerung der Überbrückungshilfen ein. (Foto: ©Jan Kopetzky)
Um die angeschlagene Tourismusbranche länger finanziell zu unterstützen, hat Thomas Bareiß nun eine Verlängerung der Überbrückungshilfen ins Gespräch gebracht. 2020 sei ein Ausnahmejahr für den Tourismus.
Dienstag, 18.08.2020, 08:43 Uhr, Autor: Kristina Presser

Die Tourismusbranche benötigt mehr und vor allem längere Hilfen. Daher hat sich der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, für Nachbesserungen bei staatlichen Hilfen ausgesprochen. „Die Reisebranche steht schwer unter Druck und wird auch noch eine schwierige Durststrecke durchstehen müssen. Man denke nur an das schleppende Hochfahren der Geschäftsreisen. Deswegen sollten die Überbrückungshilfen über Ende August hinaus verlängert werden“, sagte der CDU-Politiker und Wirtschaftsstaatssekretär. Dies wäre ein Signal, dass die Politik die Branche nicht alleine lasse. „2020 ist ein Ausnahmejahr für den Tourismus“, sagte Bareiß.

Das Bundeswirtschaftsministerium habe sich bereits vor der Entscheidung zu den Überbrückungshilfen dafür eingesetzt, diese bis Ende Dezember zu gewähren, sich aber damit nicht durchsetzen können. Die staatlichen Überbrückungshilfen laufen bisher bis Ende August. Die Antragsfrist war bis Ende September verlängert worden. Für die Zuschüsse an die Firmen hat der Bund 25 Milliarden Euro eingeplant.

In der Politik wird auch angesichts wieder steigender Corona-Neuinfektionszahlen bereits über eine deutlich längere Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds auf 24 Monate diskutiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel steht dem „grundsätzlich positiv“ gegenüber, wie ein Regierungssprecher am Montag sagte. Zuvor hatte sich Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz dafür stark gemacht. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD könnten darüber bei Beratungen des Koalitionsausschusses am 25. August entscheiden.
(dpa/KP)

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