Branchenlage

Wegner: Krieg beeinflusst ITB und Tourismus

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, bei einem Pressetermin
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner äußert sich anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Messe zu den Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten auf den internationalen Tourismus. (Foto: © picture alliance/dpa/Revierfoto | Revierfoto)
Zum 60-jährigen Bestehen der Messe äußert sich Berlins Regierender Bürgermeister zu den Folgen des Kriegs im Nahen Osten. Die Auswirkungen auf den internationalen Reiseverkehr sind bereits deutlich spürbar.
Dienstag, 03.03.2026, 09:41 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Zum Auftakt der ITB in Berlin überschattet der Krieg im Nahen Osten die internationale Tourismusbranche. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verweist anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Messe auf die aktuelle Lage.

Auswirkungen auf internationale Reisen

„Der Krieg im Nahen Osten führt uns vor Augen, wie sensibel und verletzlich der Tourismus ist“, teilte Wegner mit. Der Konflikt habe direkte Folgen für den internationalen Reiseverkehr.

Zehntausende Reisende seien derzeit an großen Umsteigeflughäfen gestrandet, viele Veranstalter und Gäste könnten in diesem Jahr nicht zur ITB kommen. „Wenn das Reisen zum Erliegen kommt, schließt sich ein Fenster zur Welt“, sagte Wegner.

Politische Einordnung

Besonders bewegend sei das Schicksal der Menschen im Iran. „Die Hoffnung auf einen grundlegenden Wandel ist spürbar: Das Terrorregime wird dem Freiheitswillen des iranischen Volkes nicht auf ewig standhalten können.“ Berlin stehe fest an der Seite der Menschen in dem Land, die für ein freies und würdevolles Leben kämpften.

Folgen für Berlin noch unklar

Inwieweit sich der Krieg konkret auf den Tourismus in der Hauptstadt auswirkt, ist laut Visit Berlin derzeit offen. Es sei noch zu früh, das einzuschätzen, teilte die Tourismus-Gesellschaft mit.

Im vergangenen Jahr standen Gäste aus Israel für knapp 2 % aller ausländischen Übernachtungen in Berlin. Besucher aus den arabischen Golfstaaten kamen auf 0,8 %.

(dpa/ SAHO)

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