Matthias Eschhaus
Photo: Geberit

Hygiene bei Trinkwasseranlagen

Elektronische Sanitäranwendungen einfach mit dem Smartphone steuern

Mit einer Kontroll-App nicht nur den Trinkwasseraustausch durch Hygienespülungen sicherstellen, sondern gleichzeitig auch dokumentieren und auswerten? Das geht! HOGAPAGE sprach mit Matthias Eschhaus, Verkaufsberater Hotel bei Geberit, wie Betreiber im Gastgewerbe trotz saisonal schwankender Belegungszahlen und Leerständen Stagnationen in den Trinkwasserleitungen vermeiden und einen zuverlässigen Wasseraustausch sicherstellen.

Digitalisierte Sanitäranlagen
Photo: Geberit

Herr Eschhaus, was sollte bei der Planung von Sanitärbereichen in puncto Hygiene an erster Stelle stehen?
Bei der Planung von Hotelbädern und halb öffentlichen ­Sanitäranlagen muss die Trinkwasserhygiene an oberster Stelle stehen. Um Stagnation zu vermeiden, stehen Betreiber in der Verantwortung, einen regelmäßigen Wasseraustausch in allen Trinkwasserleitungen sicherzustellen. Das gilt insbesondere bei unvorhergesehenen oder auch planbaren Leerständen. Verschiedene Lösungsansätze und ­viele technische Bestandteile einer Anlage stellen sicher, dass die Gäste sauberes Trinkwasser erhalten. Die Geberit Hygienespülungen beispielsweise tauschen – im Unterputz-Spülkasten eingebaut – das Wasser in der Leitung in regelmäßigen Abständen aus und sorgen dort für eine wirksame Reduzierung von Keimen und Bakterien. 

Wie können Gastgeber möglichst vorausschauend vorgehen, wenn sie Hygienespülungen im Sanitärbereich einsetzen wollen?
Das kommt auf die Ausgangssituation an. Wenn es sich um eine Bestandsimmobilie handelt, gibt es relativ einfach umzusetzende Möglichkeiten – zum Beispiel durch eine Nachrüstung des Unterputz-Spülkastens. Bei einem Neubau muss das Thema bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Hier gibt es andere technische Ansätze, wie beispielsweise die bereits genannten Hygienespülungen. Die Einhaltung des bestimmungsgemäßen Betriebs einer Trinkwasseranlage nach DIN 1988-200 ist eine Betreiberpflicht. In Hotels und Gastronomiebetrieben, wo vorhersehbare Stagnationen, Nutzungsänderungen und Leerstände entstehen können, sollten Betreiber frühzeitig Vorkehrungen für einen zuverlässigen Wasseraustausch treffen. 

Steuerung via Smartphone
Photo: Geberit

Inwiefern unterstützen dabei inzwischen digitale Technologien? 
Der Trinkwasseraustausch durch Hygienespülungen liegt in der Verantwortung eines jeden Hotelbetreibers. Mit der Geberit Control App zum Beispiel kann er dies nicht nur nachweisbar sicherstellen, sondern dank der exportierbaren Statistikfunktion auch dokumentieren und auswerten. So lassen sich die Anforderungen an den regelmäßigen Trinkwasseraustausch einfach realisieren und gleichzeitig auch eine zeit­gemäße Analyse der Verbrauchsdaten erstellen: Indem der Wasserverbrauch ermittelt wird, kann dieser bei Bedarf reduziert und können somit Betriebskosten verringert werden. Alle Steuerungen können in der App mit einem Passwort vor unberechtigten Zugriffen geschützt werden. Nutzerberechtigungen können als Voll- oder Teilzugriff an Dritte, wie zum Beispiel das Reinigungspersonal oder die Mitarbeiter der Haustechnik, übertragen werden.

Das Geberit-Hygienespülmodul Intervall kann in den Spülkasten eingebaut werden und ist deshalb – ästhetisch neutral – von außen nicht sichtbar. Es ist mit den Geberit-Betätigungsplatten Sigma01 bis Sigma60 und somit mit 1-Mengen- und 2-Mengen-Spülungen kompatibel.


Mit der Geberit Control App können über eine einfache und intuitive Nutzeroberfläche viele Geberit-Produkte gesteuert, programmiert und überwacht werden.

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