Küchenchef Martin Opitz
Im Säulenzimmer servieren Küchenchef Martin Opitz und sein Team ein täglich wechselndes marktfrisches Fünf-Gänge-Menü. Foto: Hotel Kloster Hornbach

Moderne Klosterküche mit Herz

Ein wichtiger Pfeiler des Hotelkonzepts ist die Kulinarik. Von 2008 bis 2021 wurde die von Martin Opitz geprägt. Nach mehreren Stationen in namhaften Häusern der Region ist der Küchenchef im Herbst 2024 wieder nach Hornbach zurückgekehrt. „Martin war von Anfang an ein Teil unserer Geschichte. Jetzt bringt er neue Impulse mit, ohne seine Handschrift zu verlieren“, erzählt Franziska Lösch, die seit Mai dieses Jahres die neue Geschäftsführerin im Hotel Kloster Hornbach ist.

Opitz’ Markenzeichen ist eine moderne, deutsch-französisch geprägte Küche – klar, saisonal und mit Liebe zu regionalen Produkten. Im Säulenzimmer genießt man dann filigrane Drei- bis Fünf-Gänge-­Menüs mit Charakter, darunter Ragout vom Pfälzer Wild mit Wurzelgemüse und Holunderjus oder gebeizte Forelle mit Senfkaviar. Echten Geschmack der Heimat sollen die Gäste schmecken, ganz ohne Klischees.

Klosterschänke
Im Sommer sind die Klosterschänke und der kleine Biergarten vor der Tür ein sehr beliebter Anlaufpunkt für Wanderer und Spaziergänger. Foto: Hotel Kloster Hornbach

In der rustikalen Klosterschänke lässt man sich zu zünftigem Klosterbier oder regionalem Wein bodenständige Küche schmecken – vielleicht ein saftiges Steak, heimisches Weidelamm oder ein üppiges Klosterbrett. Besondere Erlebnisse bietet das „Dinner im Gewächshaus“: Inmitten des duftenden Kräutergartens organisiert das Hotelteam kleine pri­vate Events für bis zu 16 Personen.

Franziska Lösch und Jasmin Knobloch
Mit jeder Menge Frauenpower wollen Franziska Lösch (li.) und Jasmin Knobloch das Hotel Kloster Hornbach in die Zukunft begleiten. Foto: Hotel Kloster Hornbach

Gastfreundschaft als Berufung

Was das Kloster Hornbach auszeichnet, ist nicht allein das Ensemble aus alten  Mauern, moderner Architektur und stilvollem Interieur. Es ist in erster Linie das Team. 65 Mitarbeitende und 17 Aus­zubildende sorgen für einen gelebten Servicegedanken, der von der Familie Lösch vorgelebt und von Hoteldirek­torin Jasmin Knobloch mit Herz und Kompetenz weitergetragen wird.

„Wir sind Gastgeber aus Leidenschaft. Und wir glauben, dass echter Luxus nicht in Goldwasserhähnen liegt, sondern in Aufmerksamkeit und Echtheit“, betont Jasmin Knobloch, die bereits seit 19 Jahren zum Team und damit praktisch zur Familie gehört. Nachwuchsförderung hat dabei einen hohen Stellenwert: Mit Messeauftritten, Schulkooperatio­nen, rund 40 Praktikumsplätzen pro Jahr und diversen Team­events wirbt man um junge Ta­lente – erfolgreich. Die Kombination aus Professionalität und familiärer Atmosphäre kommt bei der jüngeren Generation gut an. „Wir wollen nicht nur Arbeitsplätze bieten, sondern Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven“, so Franziska Lösch.

Christiane und Edelbert Lösch
Ein starkes Team – Christiane und Edelbert Lösch sind stolz darauf, der ehemaligen Abtei wieder zu Ansehen verholfen zu haben. Foto: Hotel Kloster Hornbach

Generationenwechsel mit Feingefühl

Zum offiziellen Festakt am 25. Mai wurde der Staffelstab an Tochter Franziska Lösch übergeben. Die ausgebildete Hotelfachfrau ist seit 2022 Teil der Geschäftsführung und kennt das Haus von klein auf. „Ich bin hier aufgewachsen, habe zwischen den Gästen gespielt und den Betrieb quasi mit aufgesogen“, erzählt sie.

Für die Eltern Lösch, die das Kloster Hornbach mit viel Herzblut geformt haben, ist der erste zaghafte Schritt in den Hintergrund mehr als ein Generationenwechsel. Vater Edelbert Lösch sagt: „Es ist ein Übergang voller Emotionen. Wir sind stolz, los­lassen zu können – und gleichzeitig weiter da zu sein, wenn wir gebraucht werden.“

Tochter Franziska möchte Bewährtes bewahren, das Hotel künftig aber auch mit der eigenen Handschrift prägen: „Ich sehe meine Aufgabe darin, das Bestehende mit neuen Impulsen zu verbinden und das Haus weiterhin fit für kommende Generationen zu halten.“

Die geplante Erweiterung der Küche bis 2027 ist eines ihrer ersten großen Projekte. Unterstützung erhält sie dabei von Jasmin Knobloch, die seit über einem Jahrzehnt das operative Geschäft leitet. „Unsere Zusammen­arbeit ist von großem gegenseitigen Vertrauen geprägt – das gibt uns die nötige Stärke für den nächsten Ent­wicklungsschritt“, betont Knobloch. Für Christiane Lösch ist der Übergang vor allem auch Teil der persönlichen Reise: „Es ist ein schönes Gefühl, zu sehen, dass unsere Vision weiterge­tragen wird – von Menschen, die sie mit Herz erfüllen.“

Wo Herzen zueinanderfinden
Foto: Hotel Kloster Hornbach

Wo Herzen zueinanderfinden

Dass das Kloster Hornbach ein besonderer Ort ist, spiegelt sich nicht nur in Architektur und Atmosphäre, sondern auch in Geschichten. „Es gibt tatsächlich Paare, die sich bei uns das erste Mal begegnet sind – als Tagungsteilnehmer oder bei einer Feier – und später hier geheiratet ­haben“, erzählt Christiane Lösch lächelnd. Solche Geschichten sind für die Hoteliersfamilie nicht nur rührendes Detail, sondern Bestätigung für das, was sie geschaffen haben: einen Ort, der Menschen verbindet. Kein Wunder also, dass das Hotel längst als Hochzeitsdestination bekannt ist. Ob standesamtlich in der ehemaligen Abtskapelle der Mönche, frei unter blauem Himmel oder kirchlich in der imposanten Klosterkirche – das Anwesen bietet eine Vielzahl romantischer Kulissen. Für den festlichen Rahmen sorgen individuelle Dekorationen, feine Menüs, persönliche Betreuung und auf Wunsch sogar das passende Hochzeitspaket samt Spa-Auszeit, Trauzeugenprogramm und Bridal Suite. „Wir wollen den Paaren nicht nur Räume bieten, sondern Emotionen und Erinnerungen schaffen“, sagt Franziska Lösch.

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