Flexiblere Kühlfahrzeuge
Frische Lebensmittel müssen hygienisch und zuverlässig temperiert transportiert werden, gleichzeitig sollen die Fahrzeuge aber möglichst flexibel einsetzbar bleiben. Winter Fahrzeugtechnik setzt aus diesem Grund auf Teilausbau-Lösungen. Hierbei wird nicht etwa der komplette Laderaum gekühlt, sondern lediglich ein definierter Bereich. So können gleichzeitig gekühlte Lebensmittel und ungekühltes Equipment wie Geschirr, Getränkekisten oder Cateringmaterial transportiert werden.
Der Vorteil solcher Konzepte: Betriebe können ihre Fahrzeuge deutlich wirtschaftlicher einsetzen und unnötige Zusatzfahrten vermeiden. „Zusätzliche Fahrten verursachen hier unnötig Kosten und Personalaufwand“, erklärt das Unternehmen.
On-Demand-Logistik & Gastro unter Extrembedingungen
Nicht jeder Betrieb möchte oder kann eine eigene Fahrzeugflotte unterhalten. Gerade kleinere Gastronomiebetriebe, Caterer oder Eventunternehmen setzen deshalb zunehmend auf flexible Logistikplattformen. Da kommt Lalamove gerade rechtzeitig. Das ursprünglich aus Hongkong stammende Unternehmen ist 2026 offiziell in den deutschen Markt gestartet und bietet Lieferlösungen ohne langfristige Vertragsbindung an. Betriebe können je nach Bedarf unterschiedliche Fahrzeugtypen buchen, vom Lastenrad bis zum Transporter.
Dass effiziente Fahrzeug- und Logistikkonzepte zunehmend zum Erfolgsfaktor werden, zeigt auch die mobile Gastronomie. Fabian Hengmith, Betreiber des vegetarisch-veganen Foodtrucks „Grüner Sepp“ in München, hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 2.000 Einsätze und über 500 Caterings umgesetzt. Seine Erfahrung: „Ein Foodtruck verzeiht kaum Fehler. Platz, Energie, Kühlung, Lagerung, Personal, Transportwege und Zeit sind extrem limitiert.“
Gerade deshalb könnten auch klassische Gastronomiebetriebe von mobilen Konzepten lernen. Entscheidend seien weniger eine große Angebotsvielfalt als vielmehr standardisierte Abläufe, effiziente Prozesse und ein durchdachtes Fahrzeugkonzept.
Klarer Trend: Mobilität entwickelt sich zunehmend vom Nebenthema zur strategischen Managementaufgabe. Wer frühzeitig in passende Infrastruktur, effiziente Fahrzeugkonzepte und flexible Logistik investiert, kann nicht nur nachhaltiger wirtschaften, sondern sich auch deutliche Wettbewerbsvorteile sichern.

Drei Fragen an … Simon Rötter, Managing Director Germany von Lalamove
Viele Gastronomie- und Hotelbetriebe kämpfen mit schwankenden Auslastungen und kurzfristigen Anforderungen. Wie kann eine On-Demand-Logistikplattform dabei helfen, personelle und logistische Engpässe im Tagesgeschäft abzufedern?
Der Transportbedarf ist nie konstant. An normalen Tagen reichen die eigenen Ressourcen, bei Last-Minute-Anfragen, Nachfragespitzen oder Personalausfällen wird es schnell eng. Hier setzen wir bei Lalamove an: Betriebe greifen genau dann auf zusätzliche Transportkapazitäten zu, wenn sie sie brauchen, ohne dafür dauerhaft Personal oder Fahrzeuge vorzuhalten. Das hält die Servicequalität stabil und ermöglicht Umsätze, die sonst liegen bleiben würden.
Wer nutzt Lalamove derzeit in Deutschland besonders häufig und welche Vorteile sehen Ihre Kunden dabei gegenüber einer eigenen Fahrzeugflotte?
Am häufigsten im Catering, in der Veranstaltungslogistik und bei kurzfristigen Nachlieferungen zwischen Standorten. Gastronomien nutzen uns für dringende Warenlieferungen, Caterer auch für den Aufbau vor Ort. Der entscheidende Vorteil hier: keine eigenen Fahrzeuge anschaffen, warten oder auslasten. Man zahlt nur, wenn tatsächlich ein Transport stattfindet. Deshalb sehen uns die meisten nicht als Ersatz, sondern als flexible Ergänzung für Spitzenzeiten.
Wie schnell können Betriebe über Ihre Plattform zusätzliche Transportkapazitäten organisieren?
Ein Auftrag wird innerhalb von Sekunden vom Transportdienstleister angenommen, der Fahrer ist meist nach wenigen Minuten vor Ort. Kurzfristige Änderungen sind eher die Regel als die Ausnahme. Unsere Kunden schätzen, dass sie sofort reagieren können, ohne Personal aus der Produktion abzuziehen.