Trendreport

Pierre Nierhaus Gastro-Trendreport 2022/23

Der neue Trendreport 2022/23 von Berater und Trendexperte Pierre Nierhaus ist da. In diesem zeigt er die wichtigsten Entwicklungen auf, gibt Orientierung für die kommenden Monate.

Donnerstag, 27.01.2022, 08:38 Uhr, Autor: Karoline Giokas

Der neue Trendreport 2022/23 von Pierre Nierhaus nimmt die gesamte Hospitality-Branche unter die Lupe und gibt Prognosen für Zukunftstrends. (Foto: © Pierre Nierhaus)

Viele Punkte aus seinem Trendreport 2021/22 haben sich bewahrheitet, aber die Pandemie dauert länger und schadet allen Menschen und Branchen. Das Fazit von Pierre Nierhaus nach einem weiteren Krisenjahr: „Der Druck ist weiterhin da, aber die Gastronomen haben sich neu aufgestellt und ihre Resilienz gestärkt.

Krisengereifte „neue“ Gastronomie

Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden laut Nierhaus noch stärker, Einfachheit ist Trumpf, die Wertschätzung für Gäste und Mitarbeiter ist ein Muss, Erlebnis und Freundlichkeit sind die Basis.“ Auch in seinem neusten Trendreport blickt der erfahrene Gastro-Unternehmer und Konzeptentwickler auf die gesamte Hospitality Branche – national wie international. Aus unternehmerischer und konzeptioneller Sicht analysiert er die wichtigsten Entwicklungen und leitet 15 Trends ab.

Was war, was bleibt:

Die Megatrends gelten immer noch, sind aber durch die Pandemie verändert: Gesundheit und Sicherheit, Urbanisierung, Mobilität, Nachhaltigkeit, Konnektivität in Form von „Work everywhere“ und neuen Services. Die Branche hat sich professionalisiert. Gewinner sind die Systemer, Ketten und Gastro-Gruppen. Die Individualgastronomie, die wegen ihrer Einzigartigkeit, Vielfalt und Fröhlichkeit geliebt wird, ist nach wie vor hart getroffen. Nicht alle Betriebe werden überleben. Freiwerdende Locations sind eine Chance für Startups und innovative Macher.

 

Pierre Nierhaus ist überzeugt: Die „neue“ Gastronomie zeigt sich krisengereift und bereit zum fulminanten Durchstarten. (Foto © Martin Joppen)

 

Food ist Lifestyle und dabei, mit Musik und Mode gleichzuziehen. Food wird zum Ausdruck einer Einstellung, ist Statussymbol und dient der Selbstverwirklichung über Essen. Plant-Based, Bio, No Waste, CO2 Food Print usw. sind Facetten dieses Lifestyles und Demonstration für verantwortungsbewusste Nachhaltigkeit. Nicht Veganer und Vegetarier bestimmen den Markt, sondern die Flexitarier.

Gastronomie im Wandel

In der Außer-Haus-Verpflegung wurden Preise angehoben und werden weiter steigen. Konzepte wurden überarbeitet, sie sind einfacher (Angebote, Produkte – High Convenience, Service), digitaler und profilschärfer. Dabei entdecken aber immer mehr Gastronomen neue Bereiche, beispielsweise Bio zertifizierte Kita Versorgung, Betriebsrestaurants, Online Handel. Wichtige Gästegruppen sind nun Millenials und Babyboomer, die  ihre Freizeit schätzen,  reise- und kontaktfreudig sind.

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